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Redebeiträge auf der Kieler Free Mumia!-Demo am 09.12.2009

Redebeiträge auf der Demonstration des Free Mumia!-Plenums Kiel am 09.12.2009 anlässlich des 28. Jahrestages der Verhaftung von Mumia Abu-Jamal:

1) Zur Situation Mumia Abu-Jamals Download -PDF

2) Zum Prozess gegen Mumia (folgt noch)

3) Der privat-industrielle Gefängnis-Komplex (als Audio-Datei mp3) Download (rechte Maustaste, Ziel speichern unter…)

100 auf Kieler Mumia-Demo

- 100 Teilnehmer/-innen an Demonstration zum internationalen Aktionstag für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal

- Leben des zum Tode verurteilten afroamerikanischen politischen
Gefangenen weiterhin akut bedroht

- Weltweite Bewegung kann die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal verhindern

Heute am Mittwoch, 9. Dezember 2009 fanden weltweit in zahlreichen Städten Aktionen anlässlich des 28. Jahrestags der Festnahme des im Jahre 1982 zum Tode verurteilten linken Journalisten, ehemaligen Black Panther-Party-Aktivisten und Afroamerikaners Mumia Abu-Jamal statt. Auch in Kiel demonstrierten an diesem internationalen Aktionstag am frühen Abend insgesamt über 100 Teilnehmer/-innen unter dem Motto „Lasst uns Mumias drohende Hinrichtung verhindern! Für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit!“ durch die Kieler Innenstadt. Ab 17 Uhr sammelte sich die Demonstration, zu der das Free Mumia!-Plenum Kiel aufgerufen hatte, auf dem Bahnhofsvorplatz und zog von dort durch die Innenstadt, wo auf dem Europaplatz eine Zwischenkundgebung stattfand und der HipHopper Albino mit zwei Musikstücken seine Solidarität bekundete. Auf dem Rückweg wurde eine weitere Kundgebung am Bahnhof abgehalten, bevor die Demo weiter zur Alten Meierei zog, wo sich nach der Auflösung viele Teilnehmer/-innen bei einer Filmveranstaltung über die Hintergründe der Verurteilung Mumia Abu-Jamals informierten.

In den Redebeiträgen wurde mehrfach auf die derzeit lebensbedrohliche Situation Mumias hingewiesen, seine und die Freilassung von allen politischen Gefangenen gefordert, sich für die Abschaffung der Todestrafe weltweit ausgesprochen und unter dem Verweis auf den Mord eines griechischen Polizisten an dem Jugendlichen Alexis vor einem Jahr in Athen darauf hingewiesen, dass staatliche Represssion auch dann tödlich sein kann, wenn die Todesstrafe formal abgeschafft ist. Zudem wurde Mumias skandalöser Prozess 1982 näher beleuchtet und auf die bedenkliche Entwicklung des Gefängnissystems zu privat-industriellen Komplexen aufmerksam gemacht. Betont wurde stets, dass der Kampf für die Freiheit Mumia Abu-Jamals gleichzeitig ein Kampf für eine Welt ohne Rassismus, soziale Klassen und staatliche Repression ist.

Mumia Abu-Jamal wurde 1982 wegen eines bis heute nicht aufgeklärten Todes eines Polizisten in Pennsylvania wegen Mordes zum Tode verurteilt. Die mit dem Urteil ausgelöste breite Solidaritätsbewegung für Mumia Abu-Jamal wirft der damals zuständigen Justiz vor, das Todesurteil aus rassistischen Motiven und zur Ruhigstellung eines unbequemen kritischen Journalisten unabhängig von Schuld oder Unschuld gefällt zu haben. In den vergangenen 28 Jahren konnte trotz Ausschöpfung aller juristischen Möglichkeiten seitens Mumias Verteidigung und der breiten öffentlichen und internationalen Unterstützung keine Neuauflage des skandalösen Prozesses, der nach amnesty international „einen Bruch internationaler Mindeststandards fairer Verfahren“ darstellte, erreicht werden. Deshalb droht die Verkündung des Hinrichtungstermins durch den Gouverneur von Pennsylvania derzeit akut. Die Ermordung Mumia Abu-Jamals könnte in einem solchen Fall nur noch durch massiven Druck der Unterstützer/-innenbewegung verhindert werden.

Heute wurde auch in Kiel als Teil einer weltweiten Protestbewegung für die Freiheit und das Leben Mumia Abu-Jamals auf dessen lebensbedrohliche Lage aufmerksam gemacht. Diese internationale Bewegung, die zwangsläufig auch eine antirassistische und kapitalismus- wie staatskritische sein muss, ist eine Notwendigkeit, um Mumias drohende Hinrichtung abzuwenden. Deshalb wird auch in Kiel, sollte ein Hinrichtungstermin tatsächlich festgesetzt werden, eine Kundgebung im Rahmen der bundesweiten Notfallproteste drei Tage nach der Festlegung um 17 Uhr bzw. 12 Uhr (sollte dieser Tag ein Wochenendtag sein) am Hauptbahnhof stattfinden und zur zentralen Mumia-Demo in Berlin mobilisiert werden.

Bereits in den vergangenen Monaten fand in Kiel eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zum Fall Mumia Abu-Jamal statt. Neben dem Free Mumia!-Plenum Kiel, das z.B. mehrfach Infostände und Flugblattaktionen durchführte, ergriffen mittlerweile auch andere Initiative. So fordern Gaardener Bürger/-innen seit Längerem die Umbenennung des Wasserplatzes an der Hörn in Mumia Abu-Jamal-Platz. Auch für die nahe Zukunft kündigt das Free Mumia!-Plenum Kiel weitere Öffentlichkeitsarbeit in der Landeshauptstadt an.

Am Mittwoch alle zur Mumia-Demo!

Plakat Demo 9.12.
Plakat Demo 9.12.

Unsere Vorab-Pressemitteilung zur Demo am internationalen Aktionstag für das Leben und die Freiheit für Mumia Abu-Jamal:


PRESSEMITTEILUNG des Free Mumia!-Plenums Kiel, 08.12.2009

- Demonstration zum internationalen Aktionstag für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal am Mittwoch, 09.12.2009 auch in Kiel, 17 Uhr Bahnhofsvorplatz

- Leben des zum Tode verurteilten afroamerikanischen politischen Gefangenen weiterhin akut bedroht

- Breite weltweite Solidaritätsbewegung will Hinrichtung verhindern

- Judith Ramzey vom Free Mumia!-Plenum Kiel: „Als Teil einer internationalen Bewegung kämpfen wir für die Freiheit Mumias und aller politischen Gefangenen überall, die Abschaffung der Todesstrafe weltweit und eine Welt ohne Klassenherrschaft und Rassismus!“

Am morgigen Mittwoch, 9. Dezember 2009 werden weltweit in zahlreichen Städten Aktionen anlässlich des 28. Jahrestags der Festnahme des im Jahre 1982 zum Tode verurteilten linken Journalisten, ehemaligen Black Panther-Party Aktivisten und Afroamerikaners Mumia Abu-Jamal stattfinden. Auch in Kiel wird an diesem internationalen Aktionstag um 17 Uhr eine Demonstration durch die Innenstadt unter dem Motto „Lasst uns Mumias drohende Hinrichtung verhindern! Für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit!“ beginnen, zu der das Free Mumia!-Plenum Kiel aufruft. Anschließend wird in der Alten Meierei der Film „In Prison My Whole Life“ gezeigt, der sich mit den Hintergründen des Todesurteils gegen Mumia Abu-Jamal befasst.

Mumia Abu-Jamal wurde 1982 wegen eines bis heute nicht aufgeklärten Todes eines Polizisten in Pennsylvania wegen Mordes zum Tode verurteilt. Die mit dem Urteil ausgelöste breite Solidaritätsbewegung für Mumia Abu-Jamal wirft der damals zuständigen Justiz vor, das Todesurteil aus rassistischen Motiven und zur Ruhigstellung eines unbequemen kritischen Journalisten unabhängig von Schuld oder Unschuld gefällt zu haben. In den vergangenen 28 Jahren konnte trotz Ausschöpfung aller juristischen Möglichkeiten seitens Mumias Verteidigung und der breiten öffentlichen und internationalen Unterstützung keine Neuauflage des skandalösen Prozesses, der nach amnesty international „einen Bruch internationaler Mindeststandards fairer Verfahren“ darstellte, erreicht werden. Deshalb droht die Verkündung des Hinrichtungstermins durch den Gouverneur von Pennsylvania derzeit akut. Die Ermordung Mumia Abu-Jamals könnte in einem solchen Fall nur noch durch massiven Druck der UnterstützerInnenbewegung verhindert werden.

Judith Ramzey vom „Free Mumia!-Plenum Kiel“ erläutert das Anliegen der bevorstehenden Demonstration: „Auch in Kiel werden wir morgen als Teil der internationalen Protestbewegung auf die lebensbedrohliche Lage Mumias aufmerksam machen und seine sofortige Freilassung fordern. Darüber hinaus werden wir uns unmissverständlich für die Abschaffung der Todesstrafe und die Freiheit aller politischen Gefangenen weltweit sowie für eine Welt ohne Rassismus und Klassenherrschaft aussprechen – also für den Kampf, für den Mumia Abu-Jamal symbolisch steht und den er aus der Todeszelle heraus selbst bis heute führt. Wir sehen die Demo außerdem als einen weiteren Beitrag zur lokalen Mobilisierung für die Notfallproteste 3 Tage nach der jederzeit möglichen Bekanntgabe eines Hinrichtungstermins. Sollte dieser Fall eintreten, werden wir auch in Kiel wieder auf die Straße gehen und zudem die Anreise zur bundesweiten Free Mumia!-Demo in Berlin organisieren.“

Bereits in den vergangenen Monaten fand in Kiel eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zum Fall Mumia Abu-Jamal statt. Neben dem Free Mumia!-Plenum Kiel, das z.B. mehrfach Infostände und Flugblattaktionen durchführte, ergriffen mittlerweile auch andere Initiative. So fordern Gaardener Bürger/-innen seit Längerem die Umbenennung des Wasserplatzes an der Hörn in Mumia Abu-Jamal-Platz und die Fraktion Direkte Demokratie reichte für die Ratsversammlung am 11.12. einen Antrag ein, sich für die Verhinderung der Hinrichtung Mumia Abu-Jamals einzusetzen.

Termine des Free Mumia!-Plenums Kiel

So., 6.12: Solibrunch (vegan) für die Arbeit des Free Mumia!-Plenums Kiel
ab 11 Uhr Li(e)ber Anders (Iltisstr. 34, Kiel-Gaarden)

Mi., 9.12.: „STOP THE EXECUTION! – Lasst uns Mumias drohende Hinrichtung verhindern!“
Demo zum 28. Jahrestag der Verhaftung Mumia Abu-Jamals
17 Uhr Bahnhofsvorplatz Kiel

Anschließend: Film „In Prison My Whole Life“ + VoKü
19.30 Uhr Alte Meierei Kiel

TagX + 3:
Free Mumia!-Kundgebung am dritten Tag nach der Verkündung des Todesurteils gegen Mumia Abu-Jamal
12 Uhr (Wochenende)/17 Uhr (werktags) Hauptbahnhof Kiel

Mi., 9.12.: Free Mumia!-Demo in Kiel

STOP THE EXECUTION!
Lasst uns Mumias drohende Hinrichtung verhindern!

Demo zum 28. Jahrestag von Mumias Verhaftung, 17 Uhr Bahnhofsvorplatz

Seit fast 28 Jahren sitzt Mumia Abu-Jamal in den USA in der Todeszelle. Verurteilt für einen Polizistenmord, der ihm untergeschoben wurde, um ihn zum Schweigen zu bringen.
Seine Verurteilung 1982 war eine Farce. Ein offen rassistisch agierender Richter sorgte dafür, dass sämtliche Brüche der verfassungsmässigen Rechte des Angeklagten durchkamen. Seit diesem Verfahren, dass laut Amnesty International „einen Bruch internationaler Mindeststandards fairer Verfahren“ darstellt, kämpft Mumia um genau das.

Im April diesen Jahres verweigerte das Höchste Gericht der USA mit nur zwei Worten dieses neue Verfahren: „Antrag abgelehnt“. Es ist eine so offen politische Entscheidung, dass sich das Gericht nicht einmal traut, eine Begründung zu veröffentlichen.

Der afroamerikanische Aktivist kämpft seit seiner frühesten Jugend – damals als Pressesprecher der Black Panther Party – später als freier Journalist – gegen Rassismus, Polizeigewalt und Krieg. Vor allem die katastrophalen Auswirkungen herrschender Politik auf die Leidtragenden derselben stehen dabei in seinem Fokus. Seine sog. „Waffen“ sind die Schreibmaschine und das Mikrofon. In seinen viel beachteten Radio- und Zeitungskolumnen setzte sich Mumia stets für alle die ein, welche selbst kein Gehör in der medialen Öffentlichkeit erhalten. Schon Ende der 70iger Jahre erhielt Mumia neben journalistischen Auszeichnungen den Namen „The Voice Of The Voiceless“ – die Stimme der Unterdrückten.

Mumia befindet sich in der gefährlichsten Lage seit seiner Festnahme. Der U.S. Supreme Court kann jederzeit über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Bestätigung der Todesstrafe entscheiden. Sollte das Gericht dem stattgeben, gibt es keine juristische Möglichkeit mehr, dagegen vorzugehen.
Schon 1995 und 1999 konnten nur massive weltweite Proteste die bereits angesetzte Hinrichtung verhindern. An diese Proteste wollen wir anknüpfen.
Es gibt zwar bis heute keine Entscheidung, aber wir wollen bereits am 9.12., den 28. Jahrestag seiner Verhaftung, auf Mumias bedrohliche Situation aufmerksam machen und schon jetzt zeigen, dass wir den geplanten Justizmord mit starken weltweiten Protesten verhindern wollen.
Im Internet auf www.mumia-hoerbuch.de kann eine Petition unterzeichnet werden, die an den Justizminister der USA gerichtet ist.

Die Vorbereitungen der Notfallproteste laufen in vielen Städten der BRD und weltweit auf Hochtouren. Es ist geplant am 3. Tag nach der Entscheidung der Bestätigung der Todesstrafe (Tag X+3) überall auf der Welt mit starken Protesten politischen Druck zu erzeugen. Dabei wird für die Demo am letzten Samstag vor dem Hinrichtungstermin in Berlin mobilisiert. Es ist wichtig eine große kraftvolle Demo hinzubekommen, damit unser Protest in den USA wahrgenommen wird. Auch wollen wir ein klares Zeichen gegen Rassismus, Klassengesellschaft und staatliche Repression in Deutschland setzen.
In Kiel ist am Tag X+3 eine Kundgebung am Bahnhof werktags um 17 Uhr, am Wochenende um 12 Uhr geplant.

Also, achtet auf Ankündigungen des Mumia Plenums Kiel!

Demo zum 28. Jahrestag Mumias Verhaftung:
Mi., 9.12.2009
um 17 Uhr Auftakt
am Bahnhofsvorplatz Kiel

Freiheit für Mumia Abu-Jamal! Abschaffung der Todesstrafe – weltweit!

Infos unter: www.freemumiakiel.blogsport.de

Spenden an:
Konto 88214207 BLZ 200 100 20
Postbank, Stichwort: „Mumia“

Weiterer Infotisch und Forderung nach Mumia Abu-Jamal-Platz an der Kieler Hörn

Nachdem es schon an den vergangenen Wochenenden zu verstärkter Öffentlichkeitsarbeit über die derzeitige lebensbedrohliche Lage Mumia Abu Jamals in Kiel kam – darunter ein Infostand in Gaarden, eine Flugblattaktion in der Kieler City und Präsenz auf verschiedenen Kulturveranstaltungen, fand heute ein Infotisch des „Free Mumia!-Plenums Kiel“ am derzeit sogenannten Wasserplatz an der Kieler Hörn statt. Der für politische Aktionen ungewöhnliche Ort wurde gewählt, um die Forderung nach Umbenennung des Wasserplatzes in Mumia Abu-Jamal-Platz öffentlich zu unterstützen. Am kommenden Mittwoch wird der Ortsbeirat Gaarden über den zukünftigen Namen des Wasserplatzes beratschlagen. Bei einer Aufforderung an die Gaardener Bevölkerung, Namensvorschläge einzureichen, die im Internet von blogbeirat.gaarden.net gestellt wurde, wurde u.a. Mumia Abu-Jamal-Platz genannt. Das „Free Mumia!-Plenum Kiel“ unterstützt diese Idee ausdrücklich.

Für einen Mumia Abu-Jamal-Platz an der Kieler Hörn!

Infotisch, Mumia Abu-Jamal-Platz, 24.10.09

Hier unsere Pressemitteilung zur heutigen Aktion:

PRESSEMITTEILUNG des „Free Mumia!-Plenums Kiel“, 24.10.2009

- „Free Mumia!-Plenum Kiel“ unterstützt Forderung der Gaardener Bevölkerung nach Mumia Abu-Jamal-Platz an der Kieler Hörn

- Infostand zur akut lebensbedrohlichen Situation Mumia Abu-Jamals am Germania-Hafen als öffentlichen Unterstreichung der Forderung nach Umbenennung des derzeitigen Wasserplatzes an den Ortsbeirat

- Mumia-Soliaktionen zur Vorbereitung auf einen TagX in Kiel werden fortgesetzt

Heute, am 24. Oktober 2009 führten Aktivist/-innen des „Free Mumia!-Plenums Kiel“ zwischen 12 und 15 Uhr am derzeitigen Wasserplatz am Germania Hafen an der Kieler Hörn einen Informationsstand zur aktuell akut lebensbedrohlichen Situation des seit 27 Jahren in der Todeszelle inhaftierten afroamerikanischen linken Journalisten und ehemaligen Aktivisten der „Black Panther Party“ Mumia Abu-Jamal durch. Bei der Aktion wurden bei sonnigem Herbstwetter hunderte Flugblätter an die interessierten Passant/-innen verteilt. Darüber hinaus unterstützten die Aktivist/-innen mit ihrer Anwesenheit am derzeitigen Wasserplatz die aktuelle Forderung aus der Gaardener Bevölkerung, die neu entstandene
Fläche an der Kieler Hörn zukünftig Mumia Abu-Jamal-Platz zu nennen. Über die Namensgebung des derzeitigen Wasserplatzes wird am kommenden Mittwoch der Ortsbeirat Gaarden beratschlagen. Im Internet wurde die Gaardener Bevölkerung zuvor aufgefordert, Namensvorschläge einzubringen, darunter befindet sich u.a. die Einreichung Mumia Abu-Jamal-Platz, auf die sich die Aktivist/-innen mit der heutigen Aktion bezogen haben.

Mumia Abu-Jamal wurde 1982 wegen eines bis heute nicht aufgeklärten Todes eines Polizisten in Pennsylvania wegen Mordes zum Tode verurteilt. Die mit dem Urteil ausgelöste breite Solidaritätsbewegung für Mumia Abu-Jamal wirft der damals zuständigen Justiz vor, das Todesurteil aus rassistischen Motiven und zur Ruhigstellung eines unbequemen kritischen Journalisten unabhängig von Schuld oder Unschuld gefällt zu haben. In den vergangenen 27 Jahren konnte trotz Ausschöpfung aller juristischen Möglichkeiten seitens Mumias Verteidigung und der breiten öffentlichen und internationalen Unterstützung keine Neuauflage des skandalösen Prozesses erreicht werden, weshalb derzeit die Verkündung des Hinrichtungstermins durch den Gouverneur von Pennsylvania droht. Die Ermordung Mumia Abu-Jamals könnte in einem solchen Fall nur noch durch massiven Druck der UnterstützerInnenbewegung verhindert werden.

Judith Ramzey vom „Free Mumia!-Plenum Kiel“ zur heutigen Aktion am Wasserplatz: „Wir haben mit der heutigen Präsenz an der Kieler Hörn öffentlichkeitswirksam die Forderung aus der Gaardener Bevölkerung nach einem Mumia-Abu-Jamal Platz bekräftigt. Wir gehen davon aus, dass der Ortsbeirat sie ernst nehmen wird. Die Aktion war jedoch vor allem ein weiterer Schritt zur Vorbereitung auf einen schon in Kürze möglichen TagX, an dem ein Hinrichtungstermin von Mumia festgesetzt wird, die derzeit von unzähligen linken Gruppen und Menschenrechtsaktivist/-innen weltweit getroffen wird. Sollte es soweit kommen, werden wir drei Tage später eine Kundgebung am Kieler Hauptbahnhof durchführen und uns am letzten Samstag vor dem Hinrichtungstermin an der bundesweiten „Free Mumia!“-Demo in Berlin beteiligen. Schon jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, mit einer massiven Kampagne aller Mumia-UnterstützerInnen den rassistisch motivierten staatlichen Mord an einem kritischen Journalisten zu verhindern und für die Abschaffung der menschenverachtenden Todesstrafe weltweit sowie die Freiheit aller politischen Gefangenen zu kämpfen. Wir werden auch in Kiel weiter unseren Beitrag dazu leisten.“

Bereits in den vergangenen Wochen fand in Kiel eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zum Thema durch das „Free Mumia!-Plenum Kiel“ statt, darunter ein Infostand am Tag gegen die Todesstrafe in Gaarden und eine Flugblattaktion in der Innenstadt. Auch in den nächsten Wochen wird in der Landeshauptstadt verstärkt auf die Situation Mumia Abu-Jamals und die geplanten Solidaritätsaktionen aufmerksam gemacht werden.

Infotisch, Mumia Abu-Jamal-Platz, 24.10.09

international call / mehrsprachiger Aufruf

Free Mumia! – Aufruf in verschiedenen Sprachen zum downloaden:

Mu­mia-​Infos und Auf­ruf zu Not­fall­pro­tes­ten (ukrai­nisch) (pdf)

Mu­mia-​Infos und Auf­ruf zu Not­fall­pro­tes­ten (rus­sisch) (pdf)

Mumia Auf­ruf spa­nisch (pdf)

Mu­mia-​Auf­ruf eng­lisch (pdf)

Mu­mia-​Auf­ruf per­sisch (pdf)

(Dies sind die aktuellen Aktionsaufrufe mobilisierend zu den Notfallprotesten und der Demo in Berlin – allerdings ohne die Kieler Aktionen, Termine und Infos)

Free Mumia!-Infotisch in Gaarden

Heute, am internationalen Tag gegen die Todesstrafe, fand in Kiel-Gaarden ein Infostand des Kieler Free Mumia!-Plenums statt. Hier unsere Pressemitteilung dazu:

PRESSEMITTEILUNG des „Free Mumia!-Plenums Kiel“, 10.10.2009

- Infostand zur akut lebensbedrohlichen Situation Mumia Abu-Jamals am internationalen Tag gegen die Todestrafe in Kiel-Gaarden
- Vollstreckung des Todesurteils gegen den politischen Gefangenen schon in Kürze möglich
- „Free-Mumia!“-Kundgebung gegen Rassismus, staatliche Repression und Todesstrafe am TagX+3 auch in Kiel

Heute, am 10. Oktober 2009, dem internationalen Tag gegen die Todesstrafe führten AktivistInnen des „Free Mumia!-Plenums Kiel“ von 10 bis 14 Uhr einen Informationsstand zur aktuell akut lebensbedrohlichen Situation des afroamerikanischen linken Journalisten und ehemaligen Aktivisten der „Black Panther Party“ Mumia Abu-Jamal am Vinetaplatz in Kiel-Gaarden durch. Mumia Abu-Jamal ist seit 27 Jahren in Pennsylvania in der Todeszelle inhaftiert. Bei der Aktion wurden hunderte Flugblätter an alle Interessierten verteilt.

Mumia Abu-Jamal wurde 1982 wegen eines bis heute nicht aufgeklärten Todes eines Polizisten in Pennsylvania wegen Mordes zum Tode verurteilt. Die mit dem Urteil ausgelöste breite Solidaritätsbewegung für Mumia Abu-Jamal wirft der damals zuständigen Justiz vor, das Todesurteil aus rassistischen Motiven und zur Ruhigstellung eines unbequemen kritischen Journalisten unabhängig von Schuld oder Unschuld gefällt zu haben. In den vergangenen 27 Jahren konnte trotz Ausschöpfung aller juristischen Möglichkeiten seitens Mumias Verteidigung und der breiten öffentlichen und internationalen Unterstützung keine Neuauflage des skandalösen Prozesses erreicht werden, weshalb derzeit die Verkündung des Hinrichtungstermins durch den Gouverneur von Pennsylvania droht. Die Ermordung Mumia Abu-Jamals könnte in einem solchen Fall nur noch durch massiven Druck der UnterstützerInnenbewegung verhindert werden.

Judith Ramzey vom „Free Mumia!-Plenum Kiel“ zur heutigen Aktion am internationalen Tag gegen die Todesstrafe: „Wie unzählige linke Gruppen, Menschenrechtsinitiativen und AktivistInnen der Anti-Todesstrafen-Bewegung in aller Welt, bereiten wir uns schon jetzt auf einen schon in Kürze möglichen TagX vor, an dem ein Hinrichtungstermin von Mumia festgesetzt wird. Sollte es soweit kommen, werden wir drei Tage später eine Kundgebung am Kieler Hauptbahnhof durchführen und uns am letzten Samstag vor dem Hinrichtungstermin an der bundesweiten „Free Mumia!“-Demo in Berlin beteiligen. Schon jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, mit einer massiven Kampagne aller Mumia-UnterstützerInnen den rassistisch motivierten staatlichen Mord an einem kritischen Journalisten zu verhindern und für die Abschaffung der menschenverachtenden Todesstrafe weltweit sowie die Freiheit aller politischen Gefangenen zu kämpfen. Wir werden auch in Kiel unseren Beitrag dazu leisten.“

Das „Free Mumia!-Plenum Kiel“ wird in den nächsten Wochen verstärkt auf die Situation Mumia Abu-Jamals und die geplanten Solidaritätsaktionen in der Landeshauptstadt aufmerksam machen.

Aktueller Flyer zum Download

Hier gehts zum Flyer – downloaden/ausdrucken/mobiliseren!

Tag X+3 in Kiel

Am dritten Tag nach der Verkündung des Hinrichtungstermins gegen Mumia Abu-Jamal wird es in Kiel eine Kundgebung am Hauptbahnhof geben. Sollte dieser Tag Montag bis Freitag sein um 17.00 Uhr, wenn der Tag auf ein Wochenende fällt um 12.00 Uhr. Kommt zur „TagX+3″-Kundgebung in Kiel und demonstriert für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal und für die Abschaffung der Todesstrafe.

Am selbigen Abend wird es ein Treffen für alle Interessierten geben, die mit nach Berlin zur großen Demonstration fahren wollen – je nach Beteiligung und Möglichkeiten werden wir gucken ob wir gemeinsam einen Bus nach Berlin organisieren…

Achtet auf Ankündigungen zum TagX, tragt euch in die E-Mailliste des Berliner FREE MUMIA-Bündnisses ein um auf dem Laufenden zu sein!